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FriedensZeichen

Am Donnerstag, dem 13. August, um 18 Uhr, wird in der Kapelle der Versöhnung die Ausstellung „Kraniche für den Frieden“ eröffnet. In einem Gemeindeprojekt unter der Leitung von Vikarin Ronja Angermann waren im vergangenen Sommer über 1.000 Origami-Kraniche gefaltet worden. Touristen an der Kapelle ebenso wie Menschen in den Gruppen und Projekten der Kirchengemeinde am Gesundbrunnen haben sich daran beteiligt.

Die Kraniche konnten von den internationalen Besuchern des Erinnerungsortes mit nach Hause genommen werden. Hunderte Menschen kamen der Bitte nach, an die Kapelle ein Foto zurückzusenden vom neuen „Rastplatz“ des Kranichs. So kamen aus allen Kontinenten der Erde Kranich-Fotos, oft verbunden mit persönlichen Grüßen, zurück. Einige fanden Aufnahme in die Ausstellung „Kraniche für den Frieden. Vom Wedding in die Welt“ (vgl. Landkarte im Anhang). Diese Ausstellung wird vom Abend des 13. August bis zum 10. September im Wandelgang der Kapelle zu sehen sein (zum Projekt vgl. https://kapelle-versoehnung.de/kraniche-fuer-den-frieden-2/).

Zur Eröffnung der Ausstellung laden wir in der Kapelle um 18 Uhr ein zu einem Gespräch über FriedensZeichen, mit der ukrainischen Schriftstellerin und Fotografin Yevgenia Belorusets (vgl. Porträt-Foto). Die in Kiew und Berlin lebende zeitgenössische Künstlerin beschäftigt sich in ihrem Wirken mit den Auswirkungen heutiger gewaltsamer Konflikte, Vertreibungen und Grenzziehungen. Besonderes Augenmerk legt sie in ihrem literarischen und journalistischen Arbeiten auf den bedrohten Alltag der Bevölkerung in den Kriegsgebieten in der Ukraine, seit Russland vor mehr als viereinhalb Jahren die Ukraine überfallen hat. Das Gespräch von Ronja Angermann und Thomas Jeutner mit Yevgenia Belorusets am 13. August widmet sich der Frage nach FriedensZeichen in Gesellschaft, Kunst und Politik, die auch heutige Mauern und Grenzen überwinden helfen. Willkommen zu Begegnung, Austausch und Gespräch! Ronja Angermann und Thomas Jeutner

ZUR PERSON: Yevgenia Belorusets ist Künstlerin und Autorin. Sie lebt und arbeitet zwischen Kyjiw und Berlin. Ihre Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Literatur, bildender Kunst und Aktivismus und lenken oft die Aufmerksamkeit auf Menschen und Gemeinschaften, die in besonderer Weise von Gewalt und Ausgrenzung betroffen sind. Es sind die verletzlicheren Gruppen der ukrainischen Gesellschaft – queere Familien, Roma, Bergleute und Menschen, die in der Kriegszone leben. Ihre Werke wurden unter anderem im ukrainischen Pavillon der 56. und 59. Biennale von Venedig gezeigt. Sie wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Internationalen Literaturpreis des HKW (2020), dem Schering Stiftung Sonderpreis für Künstlerische Forschung (2022) und dem Alice Salomon Poetik Preis (2025). Seit dem 24. Februar 2022 dokumentiert sie den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Ihr jüngstes Buch „Zündhölzer“ erschien im Juni 2026 im Matthes & Seitz Verlag Berlin (136 Seiten. Übersetzung aus dem Russischen und Ukrainischen von Claudia Dathe (vgl. eine Rezension des Deutschlandfunk Kultur, unter  https://www.deutschlandfunkkultur.de/yevgenia-belorusets-zuendhoelzer-rezension-100.html).