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Das Projekt Kapelle der Versöhnung

Die Kapelle greift den Namen der gesprengten Versöhnungskirche auf und verbindet ihn mit dem Versöhnungsauftrag an einem Ort im ehemaligen Todesstreifen der Mauer.

Geschichte + Einweihung
Die Kapelle der Versöhnung hatte am zehnten Jahrestag des Falls der Berliner Mauer 1999 Richtfest. Die alte Kirche von 1894 lag seit 1961, nach der Teilung der Stadt durch den Mauerbau, unerreichbar für die Gemeinde im Todesstreifen der Mauer. Deshalb wurde 1965 für die Heimatlose Gemeinde ein neues Gemeindezentrum an der Bernauer Strasse gebaut. 1985 wurde die Kirche im Todesstreifen gesprengt. Nach der Maueröffnung 1989 erhielt die Gemeinde 1995 ihr "Mauergrundstück" mit der Auflage der Sakralnutzung zurück. Die geretteten Glocken der alten Kirche wurden am ursprünglichen Ort wieder in Gebrauch genommen. Der gerettete Altar in der neuen Kapelle aufgestellt.

Bauplanung
Nach den Plänen der Berliner Architekten Peter Sassenroth und Rudolf Reitermann entstand auf den Fundamenten der alten Kirche für die Gemeinde und für die Besucher der Gedenkstätte "Berliner Mauer" die "Kapelle der Versöhnung" als ein Ort der Besinnung und Andacht.
Umbaut wurde der alte Chorraum, der markierte Grundriß der alten Kirche bleibt frei. Im Eingangsbereich des Grundstücks wurden die Glocken in einem Läutegerüst aufgehängt. Über der ausgegrabenen und sichtbaren Kellertreppe mit Resten der beim "Mauerbau" zugemauerten Kellertür der alten Versöhnungskirche ist die Nische für das alte Altarbild errichtet, die als Lichtschacht das kupferbeschlagene Dach überragt. Daran schließt der ovale nach Osten ausgerichtete Kern der Kapelle aus massivem Stampflehm an, der von einer axial auf die Hussitenstraße ausgerichten, transluzenten Hülle umschlossen wird.

Bauausführung
Die Kapelle ist das erste große öffentliche Neubauprojekt in Stampflehmbauweise seit über 150 Jahren in Deutschland. Die Ausführung des Stampflehmbaus übernahm Martin Rauch, LEHM TON ERDE, Baukunst GmbH Schlins / Österreich. Die Stampflehmarbeiten wurden durch den Arbeitseinsatz von jungen Freiwilligen aus vierzehn europäischen Ländern unterstützt. Die Workshops wurden vom Arbeitskreis Denkmalpflege e.V. und vom Netzwerk Offene Häuser e. V. organisiert und koordiniert.
Das Lehmgutachten und die Fremdüberwachung des Stampflehmbaus hatte die TU-Berlin Fachbereich Architektur Prof. Dr.-Ing., Dr.-Ing. E.h. Klaus Dierks und Dipl.-Ing. Christof Ziegert übernommen

Projekt-Dokumentation FOTO
Nach der Realisierung des Baues erschienen in vielen nationalen und internationalen Publikationen Veröffentlichungen über den Bau, hier eine Auswahl.
Eine Ausstellung zur Entstehung des Projektes, sowie eine ausführliche Dokumentation, in Foto- und Filmdokumenten sind vorhanden.

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